Das Schlafbedürfnis von Hunden ist sehr hoch – sie sind Energiesparer.

Landraubtier = Energiesparmodus wichtig!

Willst du wissen wie viel Schlaf und Ruhe ein Hund braucht, dann geh zum Anfang zurück. Unsere Hunde gehören nach wie vor zu den Landraubtieren. Und orientieren wir uns am Alltag eines freilebenden Hundes, dann wird uns ganz schnell bewusst wie hoch das Ruhebedürfnis wirklich ist.

Muss sich ein Hund in freier Natur selbst ernähren, kann er das nur überleben, indem er auf die Jagd geht. Alle Handlungen, die zur Jagd dazu gehören – sei es nun das Stöbern in einer Mülltonne oder das Erjagen eines Hasen – kosten Energie. Und zwar eine ganze Menge Energie. Um seine Ressourcen möglichst gut einzusetzen, bleibt dem Hund nur, möglichst wenig Zeit mit der Jagd und mit anderen Handlungen, die viel Energie kosten, zu verschwenden. Würde er das nicht tun, müsste er mehr jagen und würde dadurch mehr Energie verbrauchen, usw… Dazu kommt, dass natürlich auch das Nahrungsangebot nicht unbegrenzt zur Verfügung steht. Für einen freilebenden Hund ist es also unumgänglich, möglichst wenig Energie zu verbrauchen, um möglichst wenig erjagen zu müssen.

Auch die Art, wie Hunde schlafen, beeinflusst die Dauer des Schlafes.

0-25% der Schlafzeit verbringen wir Menschen in sogenannten REM (Rapide Eye Movement) Phasen. Diese Phasen sind sehr bedeutend für den Traumschlaf: Hier werden Dinge aus dem Alltag verarbeitet. Der Tiefschlaf nimmt nochmal etwa 20% der kompletten Schlafzeit ein. Tiefschlaf ist besonders wichtig für die Erholung und Regeneration des Körpers. Beide Phasen zusammen machen also beim Menschen bis zu 45% des Schlafes aus.

Beim Hund ist das etwas anders. Hier macht dies nur ca. 20-30%. Das bedeutet, der Schlaf des Hundes ist im Vergleich zum Schlaf des Menschen weniger erholsam. Als Folge muss der Hund mehr schlafen, um die gleiche Erholung zu erhalten.

REM-Phasen beim Hund kennt übrigens jeder Hundehalter. Das sind die lustigen Situationen, wenn unsere Hunde im Schlaf rennen oder bellen und die Augen ganz schnell hin und her wackeln 🙂

Wie lange schlafen Hunde denn nun?

 

Lets talk about facts.

Optimal wäre es, wenn ein ausgewachsener Hund zwischen 16-20h am Tag ruht. Ein Welpe sowie ein alter oder kranker Hund kann noch deutlich mehr schlafen. Das klingt im ersten Moment viel, wenn man aber den vorherigen Absatz berücksichtigt, ist das nur logisch. Diese 20h sind natürlich keine kompletten Schlafphasen, sondern darin einbezogen ist auch das Dösen im Körbchen, während wir Menschen unser AbendTV Programm anschauen.

Der Tagesablauf

 

Wenn unsere Hunde also rund 20h pro Tag schlafen, plus minus, dann bleiben noch ca. 4 Stunden für fressen, jagen, Revier ablaufen, Spiel und Spaß. Hört sich nicht viel an. Denn an manchen Tagen ist mit einem langen Spaziergang von 2 h (über den Tag verteilt), fressen und ein bisschen Spielen das Soll schon erfüllt.

Doch was du denken solltest ist, dass in unserem menschlichen Alltag selten so viel Ruhe einkehrt, dass zwischendurch wirklich so viele Ruhepausen für den Hund möglich sind. Gerade in einer Familie herrscht oft ein ständiges Kommen und Gehen, was dem Hund (wenn er es nicht gelernt hat) immer wieder zum Wachbleiben animiert. So kann es ganz schnell dazu kommen, dass der Hund viel zu wenig Schlaf bekommt.

Die perfekte Ruhezone

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Signalkontrolle

 

 

Kennst du den Tipp: „Geh alle 2 Stunden mit deinem Welpen raus“? Für einen Welpen, der zufällig alle 2h muss, ist das perfekt. Für die meisten anderen, deren Rhythmus ein anderer ist, passen diese 2h überhaupt nicht. Gerade nachts halten viele Welpen deutlich länger aus und fühlen sich eher gestört von dem nächtlichen Weckruf. Tagsüber kann es schonmal sein, dass viel Bewegung dazu kommt und sich die Blase schneller meldet.

Wer nach Zeitplan und nicht nach dem Bedürfnis des Welpen das Haus verlässt, der hat dann das Malheur auf dem Teppich – obwohl er erst vor 30min mit dem Hund draußen war.

Schlafmangel und seine Folgen

 

 

Puh Schlafmangel ist etwas wirklich Unschönes! Du kennst es bestimmt von dir selbst. Du wirst unkonzentriert, reizbar und fühlst dich nicht wohl. Genauso geht es unseren Hunden. Wir als Erwachsene wissen das und deswegen darauf achten, uns nicht zu oft einer solchen Übermüdung auszusetzen.

Unser Hund, dessen Tagesablauf von uns abhängig ist, ist darauf angewiesen, dass wir dieses Zeitkontingent für ihn verwalten. Jeder von uns kennt den Satz „Ich bin noch nicht müde!“ aus dem Mund eines übermüdeten Kindes. Genauso wie für unsere Kinder, müssen wir auch auf das Schlafbedürfnis des Hundes Rücksicht nehmen und es ihm möglich machen zu ruhen.

Hast du einen Welpen, dann ist es noch wichtiger auf sein Schlafbedürfnis zu achten. Im Schlaf werden Erlebnisse des Tages verarbeitet und im Gehirn einsortiert. Leider schreiben die meisten Welpenbücher zwar, dass man den Welpen unbedingt an alle möglichen Situationen gewöhnen muss, aber nicht, dass er auch die Zeit braucht, um sie entsprechend zu verarbeiten. Häufig führt das dazu, dass die Welpen durch Schlafmangel völlig gestresst und übermüdet sind und so gar nicht in der Lage sind, ihre Lernerfahrungen im Gehirn zu speichern.

GANZ WICHTIG!
Nur von einmal zu wenig Schlaf wird dein Hund nicht gestresst werden. Kommt es aber immer wieder oder sogar dauerhaft vor, dass das Schlafbedürfnis des Hundes ignoriert wird, dann beginnt die Stressspirale zu drehen. Ob ein Hund eher die 20 Stunden Ruhe braucht, oder mit 15 Stunden gut klarkommt ohne Stresssymptome zu zeigen hängt auch davon ab, wie seine Wachphasen aussehen und wieviele Reize er dort aufnimmt.

Doch die gute Nachricht: Jeder Hund kann Entspannung erlernen.

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